SPRACHEN
Die Kindheit ist der Lebensabschnitt, in dem am intensivsten geträumt wird. Kinder verfügen über erstaunlich viel Phantasie. Sie entdecken jeden Tag etwas Neues. Die vielen Eindrücke werden in bunten Träumen verarbeitet.
Das Gehirn kann sich so beim Träumen auf eine "Tätigkeit konzentrieren". Dieser Mechanismus läuft bei Kindern und Erwachsenen gleich ab. Doch Heranwachsende träumen wesentlich mehr, denn sie schlafen auch mehr. Die Traumdichte ist bei ihnen wie auch bei Erwachsenen in der zweiten Nachthälfte am höchsten, während der sogenannten REM-Schlafphase (Rapid-Eye-Movement), in der es häufig zu Zuckungen der Augenlider kommt. Für Forscher ist dies ein Indiz für besonders intensive Traumaktivitäten.
Solche Augenbewegungen kommen auch schon bei Ungeborenen vor. Mediziner konnten die REM-Phasen mit EEGs durch die Bauchdecke der Mutter etwa bei Kindern ab der 24. Schwangerschaftswoche nachweisen. In der Traumforschung gibt es drei Arten von Träumen: Alltagsnahe oder positive Träume geben Erlebnisse des Vortages wieder. Die Orte und Situationen sind der Wirklichkeit entnommen. Solche Träume geben Einblick in die Auffassungsgabe und die Interessen des Kindes. Nach dem Aufwachen haben Kinder ein zufriedenes Gefühl.
Für die Entwicklung und die Persönlichkeit des Kindes sind diese Träume sehr wichtig.Phantastische Träume führen in die ungewöhnlichsten Traumlandschaften. Sie verraten viel über die Einbildungskraft und Kreativität des Kindes. Wünsche und Sehnsüchte, die im wirklichen Leben unmöglich scheinen, werden in phantastischen Träumen wahr.
Alpträume verschrecken und verunsichern das Kind. Der deutsche Begriff "Alp" geht auf ein koboldhaftes, gespenstiges Wesen zurück, das sich nachts auf den Schlafenden setzt und bei ihm ein bedrückendes Gefühl von Angst hervorruft. Ähnlich empfinden wohl auch kleine Kinder Aplträume. Sie rufen nach Hilfe und weinen.
FOTO: LILIPUTH.DE
In der Regel besteht kein Grund zur Sorge. Alpträume sind Teil der kindlichen Entwicklung. Anders ist es, wenn sich die Träume der Kinder auf das Verhalten am Tag niederschlagen, wenn Alpträume über einen längeren Zeitraum wiederkehren und stark belasten. Eltern sollten aufhorchen, wenn ihnen etwas sehr komisch und fremd vorkommt und sich Rückschlüsse auf traumatisierende Erlebnisse ziehen lassen können. Das erfordert viel Einfühlungsvermögen und die Unterstützung von Fachleuten.
Anlaufstellen sind kinderpsychologische Beratungsstellen und Kindertherapeuten. Kleinkinder sind erst im Vorschulalter in der Lage, zwischen Traum und Realität zu unterscheiden. Erst mit fünf, sechs Jahren haben 90 Prozent der Kinder verstanden, Traum und Wirklichkeit zu trennen. Umso wichtiger ist es, Träume von Kindern nicht aus der Sichtweise von Erwachsenen zu betrachten und herunter zu spielen.
VERBUNDENE ARTIKEL
WEITERE ARTIKEL
SCHLAFEN
Traumerinnerung und AuswirkungenMenschen, die sich selten an Träume erinnern, berichten häufiger von Träumen, wenn sie während einer der REM-Phasen des Schlafes geweckt werden. Träume in den ersten REM-Phasen enthalten meist aktuellere Bezüge als Träume der zweiten Schlafhälfte.
TRÄUME
Bedeutung von Farben in TräumenManche Menschen träumen auch von und in Farbe. Dies in der Traumdeutung eine tiefere Bedeutung, die sich aus dem Traum selbst ergibt. Farben erklären physische Erlebnisse, die wesentliche Aussagen über den seelischen Zustand des Träumers machen können.
MENTAL COACHING
Aus Traum wird RealitätEin Traum hat verschiedene Bedeutung, so vermutet man. Worüber man sich jedoch einig ist, daß ein Traum ein Spiegelbild unserer Seele ist. Was ist damit gemeint? Einfach ausgedrückt, kommunizieren wir den Tag über mit unserem Bewusstsein. Wir denken nach. Soll ich das tun oder jenes, mache ich es so oder so, habe ich nicht dies und das vergessen?
ÄLTERE ARTIKEL
AKTUELLE FORUM UPDATES
Marc, Donnerstag, 3.3.2016 / 13:05
NEUE ARTIKEL
BELIBTESTE ARTIKEL